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ABO Energy und der Windpark Öhningen
Die Situation (Februar 2026)
Die Finanzsituation von ABO Energy (ehemals ABO-Wind) ist derzeit sehr angespannt. Das Unternehmen befindet sich in einer schweren Finanzkrise: Für 2025 erwartet es einen Rekordverlust von rund 170 Millionen Euro – fast doppelt so viel wie die bereits nach unten korrigierte Prognose von 95 Millionen Euro. An der Börse spiegelt sich dies in einem Kurssturz von über 80 Prozent innerhalb von drei Monaten wider.
Die Krise hat mehrere Ursachen: sinkende Vergütungen bei Wind-an-Land-Auktionen, Sonderabschreibungen von 35 Millionen Euro auf Projekte in Spanien und Finnland sowie Verzögerungen bei geplanten Projektverkaufen und Abrechnungen.
Auf der Sanierungsseite gab es kleine Fortschritte: Ende Januar 2026 sicherte sich ABO Energy eine Stillhaltevereinbarung mit seinen Kreditgebern; Anfang März stimmten über 99 % der anwesenden Anleihegläubiger dem Restrukturierungskurs zu. Von echter Konsolidierung ist das Unternehmen aber noch weit entfernt.
Folge: ABO Energy zieht sich sukzessive aus Projekten zurück, die als unwirtschaftlich erkannt wurden – darunter auch der Windpark Öhningen.
In einem Brief unseres Anwaltes an ABO-Energy, der es an Klarheit nicht missen läßt, haben wir sehr deutlich darauf hingewiesen, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden um die Unsinnigkeit dieses Projektes zu entlarven und das Projekt aufzuhalten.
Wie reagiert die Gemeinde Öhningen?
Am 17. 03. 2026 berichtete Bürgermeister Schmid, Öhningen, in der öffentlichen Gemeinderatsversammlung folgendes:
ABO Energy bat die Gemeinde, das Sonderkündigungsrecht im Nutzungsvertrag bis Oktober/November 2026 nicht auszuüben. Gemeinderat und Land Baden-Württemberg stimmten zu.
ABO Energy beabsichtigt, nach Einreichung der ausstehenden Gutachten beim Landratsamt (Frist: 30. April bzw. zwei Monate später für einen Teil) das Genehmigungsverfahren ruhend zu stellen.
Hauptgrund ist die verschlechterte Wirtschaftlichkeit: Bei Antragstellung vor drei Jahren kalkulierte ABO Energy mit Einspeisevergütungen von 7,5–8 Ct/kWh. Aktuell liegen die Zuschlagswerte nur noch bei rund 6,5 Ct/kWh, mit weiter sinkender Tendenz. Für den kostenintensiven Bergstandort ist wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr darstellbar – selbst bei vollständigem Pachtverzicht der Gemeinde, was offensichtlich schon in Erwägung gezogen wurde…!!
Schmid erklärte, der Gemeinderat hätte stets gesagt, den Windpark zu unterstützen, sofern er wirtschaftlich darstellbar sei. Da dies nicht mehr der Fall sei, sei die Entscheidung zur Ruhestellung nachvollziehbar. Die Regionalplanung läuft unabhängig davon weiter; das Vorranggebiet bleibt vorerst bestehen. Ein Weltkulturerbe-Gutachten wird im ruhenden Verfahren voraussichtlich nicht mehr eingeholt.
Fazit: Die letzten Ereignisse sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung – aber noch kein Grund, die Sektkorken knallen zu lassen!
Unsere Haltung zu den jüngsten Ereignissen um ABO Energy
Zunächst möchten wir betonen, dass es für uns kein Anlass klammheimlicher Freude ist, wenn ein großes Unternehmen wie ABO Energy in eine wirtschaftlichen Schieflage gerät oder gar von Insolvenz bedroht ist. Zuviel menschliche Schicksale hängen an einem solchen Unternehmen, als das es irgendeinen Grund zur Freude gäbe. Wir fühlen mit den Menschen, die zur Zeit um ihren Arbeitsplatz bangen!
Was wir allerdings begrüßen ist die Tatsache, das ABO Energy durch die aktuelle Situation gezwungen ist die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte erneut auf den Prüfstand zu stellen um sich von den Projekten zu trennen, bei denen die Unwirtschaftlichkeit erkannt und eingestanden ist.
In diese Gruppe fällt anscheinend auch das Projekt Windpark Öhningen.
Auf diesen Umstand, der Unwirtschaftlichkeit des Windpark Öhningen, weisen wir bereits seit über zehn Jahren in zahllosen Beiträgen, Gutachten und Schreiben an alle Verantwortlichen hin. Das wurde leider bislang komplett ignoriert!
Man hoffte bei ABO Energy , dass die Unwirtschaftlichkeit durch Subvention, die vom Stromkunden zu bezahlen ist, kompensiert werde. Allerdings hatte man wohl nicht auf dem Schirm, dass schon die minimale Änderung von einem halben bis einem Cent / kWh bei der Einspeisevergütung die Wirtschaftlichkeit des Projektes zu Fall bringt und es zeigt wie sehr so ein Projekt "auf Kante genäht" ist!
Jetzt ist man gezwungen ein Projekt aufzugeben, dass doch gerade noch als Meilenstein auf dem Weg zur unabhängigen Energieversorgung und Beitrag zur Verlangsamung des Klimawandels gefeiert wurde. Es drängt sich der Eindruck auf, dass nicht die Rettung des Klimas sondern das Hochtreiben der Subventionsversprechen durch die Politik Triebfeder und Motiv solcher Projekte sind. Das wäre unanständig!
Was uns sehr ärgert, ist der Umtand, dass mittlerweile unglaublich viele Ressourcen (auch auf unserer Seite) und auch viel Zeit verschwendet wurde um salopp gesagt "einem toten Gaul das galoppieren beizubringen". Hätte man diese Ressourcen frühzeitig an anderer Stelle (Renaturierung von Mooren, Wasserkraft, kleine modulare Gaskraftwerke mit CO2 Abscheidern , etc. etc. etc.) was hätte man nicht alles für die CO2 Reduzierung mit diesen Mitteln tun können!
Das es anders kam ist sehr bedauerlich und die Projektverantwortlichen sowohl auf Seiten der Unternehmen als auch auf Seiten der Verwaltung, die schon frühzeitig wußten, auf welch tönernen Füßen dieses Projekt stand, müssen das mit ihrem Gewissen vereinbaren. Es bleibt zu hoffen, dass man aus dieser Situation gelernt hat, und dass man den gleichen Fehler nicht wiederholt (wofür es leider schon Anzeichen gibt...)
Der LwB mit seiner langjährigen Erfahrung bietet sich weiterhin als Dialogpartner auf der Suche nach dem richtigen Weg an. Wir sind überzeugt, dass das Scheitern des Projektes Windpark Öhningen in seiner jetzigen Form die Möglichkeit zum Innehalten und für einen Bürgerdialog bietet um zu einer Standortbestimmung zu kommen, die das abbildet, was einen sinnvollen Beitrag zu den oben genannten Herausforderungen darstellt und herausarbeitet was die Menschen hier am Ort wünschen und für richtig halten.
2. Offenlegung des Regionalverbands Hochrhein Bodensee anlässlich der Teilfortschreibung des Regionalplans Hochrhein-Bodensee 3.2 Windenergie
- Eingaben-
(Im Vordergrund die ehemalige Bischofskirche, das Konstanzer Münster, und im Hintergrund ein möglicher Windpark Öhningen)
Auf dieser Seite geben wir Ihnen die Möglichkeit unsere Eingabe, die im Rahmen der 2.Anhörung zu obigem Verfahren abgegeben wurden, zur Einsichtnahme anzufordern. Wir stellen Ihnen bei schriftlicher Anforderung die Eingaben mit allen Anlagen zur Kenntisnahme zur Verfügung.
Bitte richten Sie Ihre Anfrage an:
[email protected]
HINWEIS
Wir weisen darauf hin, dass die Unterlagen urheberrechtlich geschützt sind! Sie dürfen zur persönlichen Kenntisnahme benutzt werden. Jede Weitergabe, Vervielfältigung oder Veränderung bedarf der schriftlichen Genehmigung des oder der Verfasser oder des LwB!
Bundestagswahl 2025,
Kandidatenbefragung zum Thema Windkraft und erneuerbare Energien
Gemeinde Öhningen lädt zu einem Info-Markt zum Windpark-Projekt am Schienerberg
30.Januar 2025, 18:30 Uhr, Höri-Strandhalle in Öhningen/Wangen
Bitte beachten!
ABO Energy, vormals ABO Wind, hat auf seiner Homepage einen teils haarsträubenden Faktencheck zur LWB Broschüre veröffentlicht. Hier kommt der Gegenfaktencheckt:
Hier geht's zum Höri Film
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Wussten Sie eigentlich…
Über Windvorranggebiete und den Regionalverband
Mustereinsprachen RVHB
Öffentlichkeitsbeteiligung Festlegung der Windvorranggebiete
Regionalverband Hochrhein Bodensee (RVHB)
jetzt zum download
offener Brief zur Kundgebung am 4. Mai in Öhningen
eine kritischer Blick auf die Veranstaltung am 4.Mai 2024 in Öhningen
neues vom Regionalverband (RVHB)
in Vorbereitung zur Öffnung des Beteiligungsfensters zur Teilfortschreibung Windenergie (vom 15. April 2024 bis zum 20. September 2024) des Regionalplans 3.2 hat der Regionalverband neue Informationen auf seiner Seite veröffentlicht. Unter anderem eine öffentliche Bekanntmachung zum Beteiligungsverfahren und viele andere nützliche Informationen wie eine Sichtbarkeitsanalyse in Bezug auf die Kulturdenkmäler Insel Reichenau und Burgruine Hohentwiel.
Regionalverband Hochrhein-Bodensee veröffentlicht Vorschlag
für Vorranggebiete für die Windkraft
Der Regionalverband Hochrhein - Bodensee hat am 30.01.2024, in seiner Teilfortschreibung 3.2 Windenergie, dem Planungsausschuss einen Anhörungsentwurf zur Bennung von Vorranggebieten vorgelegt. Alle Informationen wie Mitwirkungsfristen, Standortkarten, Erläuterungen etc. findet man hier:
Großer Erfolg der Freunde der Höri am Freitag, dem 23.2.24, bei ihrer Veranstaltung im Bürgersaal in Moos
am zurückliegenden Freitag haben die Freunde der Höri zu einer Informationsveranstaltung in den Bürgersaal nach Moos eingeladen. Es ging ihnen darum den Besuchern ein ausgewogenes Informationsangebot zu bieten und über die Thematik Erneuerbare Energien im Allgemeinen und Windkraft auf dem Schienerberg im Besonderen zu berichten.
Der Saal war mit über 500 Teilnehmern bis zum letzten Platz gefüllt.
In zwei spannenden, dicht gepackten Vorträgen berichteten Hans Jörg Jung,
Präsidialrat für Natur- und Umweltschutz, Luftfahrtverband e.V. BW und Prof. Dr. Michael Thorwart, Universität Hamburg über die jüngsten Erkenntnisse auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Am Ende der Veranstaltung blieb der Eindruck im Raum stehen, dass Windenergieanlagen auf dem Schienerberg weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll sind. Sie schaden unserer Natur, Flora und Fauna, sie unterbrechen unsere gewachsenen Wasserführungen in unseren Wassereinzugsgebieten, sie schaden mit Lärm und Schattenwurf unserer Volksgesundheit und sind ökonomischer Unsinn, denn sie sind nur interessant auf Grund massiver Subventionen.
Und darüber hinaus tragen sie leider nicht zur CO2 Reduzierung bei, da für die Zeiten von Flauten und Dunkelflauten Gas - und Kohlekraftwerke als BackUp vorgehalten werden müssen!
In der Anschlussdiskussion gab es eine rege Zuschauerbeteiligung. Ein Teilnehmer wies darauf hin, dass selbst der Regionalverband Hochrhein Bodensee in seiner jüngst veröffentlichten Festlegung der Vorranggebiete für die Windenergie, den festgelegten Gebieten Breitloh , Ewigkeit-Schienerberg, Rammental und Heckenberg nicht ausreichende Windleistungsdichten (204 W/qm, 207 W/qm, 198 W/qm und 117 W/qm, alles ü. 160m) bescheinigt! Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW (LUBW) selbst setzt die Grenze für ausreichende Windhöffigkeit bei 215 W/qm!
Alle Vorranggebiete im LK Konstanz sind somit schon jetzt nicht ausreichend windhöffig! Nimmt man zusätzlich in Betracht, dass der Windatlas, wie von Prof. Thorwart nachgewiesen, zwischen 15 Prozent und 30 Prozent zu optimistisch ist, werden wir den Schienerberg bald für fünf Investitionsruinen geopfert haben!
AChtung!
In seiner Beschlussvorlage vom 30.01.2024 kündigt der Regionalverband Hochrhein Bodensee (RVHB) an, in Kürze ein Beteiligungsfenster für die Öffentlichkeit zu öffnen. Das Fenster soll sich Mitte April öffnen und bis September offen bleiben.
Es ist sehr wichtig, dass möglichst viele Bürger von dem Angebot der Beteiligung gebrauch machen!!
Wir werden in Kürze auf dieser Seite vorformuliert Einsprüche an de RVHB zum herunterladen veröffentlichen.
Unsere erste, aktuelle Empfehlung:
Interessantes Video zum Thema Lärmbelastung
Bürger aus einem Dorf in Ostfriesland bitten um Nacht-Asyl im Rathaus, da sie den Lärm der Windräder, vor allem nachts, nichtmehr aushalten! Man beachte die Geräuschkulisse der Windräder im Dorf, das kann auch in Schienen so werden!
Unsere zweite, aktuelle Empfehlung:
Atomkraft, Klima und Russland - braucht die Welt Kerenenergie?
Um den Klimawandel in Schach zu halten, muss schon in gut zehn Jahren die Stromproduktion weitgehend CO2-frei sein. «NZZ Format» fragt: Braucht es Kernkraft für das Gelingen der Energiewende? Und falls ja, von welchen Ländern sind wir bisher zu sehr abhängig?
Unsere dritte, aktuelle Empfehlung
aus dem Magazin der Sandwirt:
Kosten von Wind und Solar: „Ein Ausrufezeichen!“
von Prof. Fritz Vahrenholt
in diesem Beitrag ordnet Prof. Vahrenholt die Erfolgsmeldungen des Bundeswirtschaftsministeriums zum Ausbau der Erneuerbaren Energien vom Januar diesen Jahres richtig ein und analysiert die wahren Kosten der Energiewende.